Vorbereitungsmarathon Teil 1

Nachdem sich das Unileben mit eine simplen Stück Papier … hat die Masterprüfung am 29.11. erfolgreich bestanden eher unspektakulär selbst beendet hat, brennt in der Werkstatt die Luft.

Der Bus will schleunigst vorbereitet und vom leeren Messgerätetransporter zu einem ansatzweise reisetauglichen Fahrzeug umgebaut werden. Die leidvollen Erfahrungen der letzten Russlandreise haben die Prioritäten bei der Vorbereitung leicht verschoben. Höchste Priorität hat alles, was vibrieren kann, alles was sich bewegt. Denn: Auf zehntausenden Kilometern Piste fällt alles ab, was sich auch nur ansatzweise aufschwingen kann. Die Zerstörungskraft langanhaltener Drecksstraßen ist so verheerend, dass wir uns auf gerade mal 1 000km Piste in Rußland das halbe Weinsberg-Dach zerrüttelt haben. Hier setzen wir also als erstes an. Alle Scharniere sind verstärkt, das ganze Dach wird auf dem Bus verspannt usw. usw.

Zweites Problem außerhalb der Zivilisation war und ist: Licht. Man kann seiner staunenden Mama nur schwer die Nützlichkeit eines zusätzlichen Fernscheinwerfers klar machen, denn auf einer deutschen Autobahn reicht ja das Standard-Teelicht völlig aus. Wir sollten doch mal lieber im Innenraum etwas Tapete kleben! 🙂

Fernscheinwerfer Hella Jumbo 320

Jetzt haben wir genau noch eine Woche Zeit, und alles zieht sich wie kalter Honig in die Länge. Die Visa scheinen zu klappen – angeblich werden wir am Donnerstag gar unser Iranvisum in den Händen halten, während durchgeknallte Großmächte auf dieser Erde schon Sanktionen verhängen und mit mehreren Kilotonnen Säbelrasseln die Medien manipulieren.

Erfreuliche Nachrichten sind derzeit eher materiell, beispielsweise die Ankunft von 2 Paar Schneeketten. Nicht irgendwelcher Schneeketten, sondern sozusagen top of the line, wenn man das so sagen darf. Dank der grandiosen Hilfe meines Vaters nennen wir ab sofort 4 PEWAG Forstmeister unser Eigen – Ketten, die bei Schnee nur leise kichern, Ketten die sich in Matsch und Dreck wohl fühlen wie ein Karpfen in einem Eimer Fischfutter. Die Strategie sieht demnach so aus: Wir fahren auf AT-(all terrain)-Reifen und haben damit für Nässe und Straße die deutlich besseren Karten. Dafür können wir in Schnee und wirklich hartem Gelände die Ketten aufziehen, ohne 30 000km auf speziellen, supergroben Geländereifen abreissen zu müssen. Wir sind gespannt, ob und wie sich diese Taktik bewähren wird. Unser Dank geht an dieser Stelle auch an Frau Gutschi von PEWAG Austria, sowie Herrn Linnig von PEWAG Deutschland!

Pewag Forstmeister FM80 Schneeketten

Die kommende Woche soll Strom, Wasser und ein Bett in den Bus bringen, außerdem wird Mamas Freiheit im eigenen Wohnzimmer durch hektisches Probepacken arg eingeschränkt werden.
So ist das nun mal, wir sind ja bald weg 🙂