Warum man zum Fußballkucken…

… lieber zu Mama fährt, erklärt sich schon aus Artikel 8 der Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen der FIFA:

Jeder Ticketinhaber willigt unwiderruflich und für alle gegenwärtigen und zukünftigen Medien ein in die unentgeltliche Verwendung seines Bildes und seiner Stimme für Fotografien, Live-Übertragungen, Sendungen und/oder Aufzeichnungen von Bild und/oder Ton, die vom OK oder dessen Beauftragten in Zusammenhang mit der Veranstaltung erstellt werden.

(Gefunden in Die Welt zu Gast und unter Generalverdacht)

Ganz besonders frech finde ich ja das unwiderruflich. Wenn es in Deutschland schon niemanden juckt wo und wann wir mit dem RFID-Reisepaß überwacht werden, so sollte man wenigstens bei solch klar formulierten Hinweisen auf die Realität noch einmal über die eigene Gleichgültigkeit zum Thema „Überwachungsstaat“ nachdenken. Irgendwann zieht auch das „Argument“ Ich bin ja nicht böse, also ist es mir egal. nicht mehr…

Bundesrat macht unglücklich

Wie man auf dem eben gemachten Screenshot sieht…

kurt

Nachdem die Zusammenstreichung des alten Anti-Diskriminierungsgesetzes auf die Vorgaben der EU fix beschlossen wurde, mußte sich Kurt Beck zum neuen Haushaltsbegleitgesetz äußern. Nein er wollte sogar. Sein Gesichtsausdruck verrät seinen Gemütszustand.

Wenn ich mir die anderen Herren im Bundesrat so ansehe, weiß gar nicht auf welcher Grundlage man dort abstimmt. Keiner hört zu, man rennt umher und quatscht mit anderen… was sollen dann die zahlreichen Wortmeldungen? Abgestimmt wird ja offentlichtlich sowieso nach den Vorgaben von zu Hause oder auch so, wie es einem die Chefin in ein paar Frontbegradigungsanrufen nahe gelegt hat.

So, jetzt hat Phoenix den ZuWenigBandbreite-Simulator mit Artefakte-Filter zugeschaltet und ich kann nichts mehr sehen. Wahrscheinlich soll ich hier nicht weiter schreiben.

Kurzbesuch

Und wieder zurück! Kurz mal in Moskau Hallo gesagt auch schon wieder da 🙂 Vorbereitung geht ja heutzutage relativ fix, nur bezahlen muß man es… Visum und so.

Moskau an sich ist im Vergleich zum Winter plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Vielleicht ist das mit jeder Stadt im Winter so, aber hier ist es richtig aufgefallen. Kaum aus dem Flughafen, fallen einem frische, blühende Tulpenfelder auf! Auf dem Weg in die Stadt immer wieder frisch bepflanzte Blumenkästen und viele Menschen mit wenig Kleidung. 100%ige Wandlung zum letzten Mal im Winter!

Zu Hause (bei Yana) angekommen, fallen mit als erstes die frisch gestrichenen Spielgeräte auf den Spielplätzen – ja, soetwas gibt es hier noch – und die kleinen Zäune um die Vorgärten an jedem Eingang auf. Natürlich hat man den Rost vorher nicht entfernt, denn man will ja nächstes Jahr wieder im gewohnten Rhythmus streichen gehen. Jetzt sieht es jedenfalls erstmal gut aus, und das ist ja die Hauptsache.

bunyashka

Im Botanischen Garten kann man in der Sonne liegen, oder man versucht von einer Ecke zur anderen zu laufen und dabei die nächstgelegende U-Bahnstation zu treffen. Dabei sollte man sich nicht auf seine russische Begleiterin verlassen, denn dann findet man die U-Bahn-Station nicht. Wir sind 10km durch den Park und andere Wälder gelaufen und mußten am Ende noch 5 Stationen mit dem Bus fahren um wieder auf Kurs zu kommen. So viel zum Thema Orientierungssinn 🙂

Der grüne UAZ von weiter unten (der mit dem selbstgebauten Blechhochdach) steht übrigens immer noch da – nur jetzt mitten in einer Wiese statt in einem Schneehaufen 🙂

Wieder in Berlin bin ich zum x-ten Male an diesem Haus in der Friedrichstraße vorbeigelaufen:

russisches_haus

Aber bis heute habe ich es nicht geschafft es mal von innen zu betrachten. Wenigstens habe ich es dieses Mal fotografiert, sodaß bei gleichbleibender Annäherungsgeschwindigkeit ein tatsächlicher Besuch des Gebäudes in ca. 17,3 Jahren ansteht. Wir dürfen gespannt sein.

Morgen treffen wir uns zum Physiklernen. Ich glaub ich bin krank.